KONSUMENT: Salz in Lebensmittel - Wo versteckte Risiken lauern
Das meiste Salz steckt in verarbeiteten Lebensmitteln
Wien (NKI - 28.06.2012 09:18 Uhr) Ja, wir wissen es: Zuviel Salz ist ungesund. Doch
wie kann man den Salzkonsum einschränken, wenn doch allein 80 Prozent
des Salzes, das wir zu uns nehmen, aus verarbeiteten Lebensmitteln
stammt und der Kochsalzgehalt erst ab 2016 auf dem Etikett angegeben
werden muss? Welche verarbeiteten Lebensmittel enthalten viel Salz?
Der Verein für Konsumenteninformation (VKI) hat den Kochsalzgehalt
von 32 Lebensmitteln im Labor analysiert und einige Überraschungen
erlebt. So finden sich unter den größten "Salzsündern" nicht nur
übliche Verdächtige wie etwa die Salami-Pizza oder generell
Fertiggerichte. Gerechnet an der täglichen Verzehrmenge wird das
meiste Salz über Brot und Gebäck aufgenommen. Doch auch die vom VKI
analysierten Süßigkeiten enthalten Salz. Selbst wenn Schokoriegel und
Vollkornkekse auf die tägliche Salzbilanz nur geringen Einfluss
haben: Wohl kaum jemand rechnet hier damit. Alle Details zum Test und
Ernährungstipps gibt es auf www.konsument.at und im Juli-KONSUMENT.
Das meiste Salz steckt in Semmeln, gefolgt von Mischbroten. In
Österreich wird viel Brot und Gebäck gegessen, dementsprechend hoch
ist die Salzaufnahme aus dieser Produktgruppe. Die Bäcker sind sich
inzwischen des Problems bewusst und setzen auf eine freiwillige
Beschränkung. Betriebe, die den Salzgehalt ihres Gebäcks schrittweise
reduzieren, sind auf der Website www.lebensmittelgewerbe.at zu
finden.
Weniger überraschend war, dass man mit einer Pizza im
ungünstigsten Fall 95 Prozent der empfohlenen täglichen Maximalzufuhr
an Salz ausschöpft. Dass aber der Salzgehalt von Fertig-Röstgemüse
erstaunlich hoch sein kann, klingt neu. Auch der analysierte
Buttermilchkäse sorgte für einen Überraschungseffekt: Wer etwas mehr
als drei Scheiben davon verspeist (60 g), nimmt gleichzeitig rund 1
Gramm Kochsalz auf. Nicht mehr als sechs Gramm Salz täglich, oder
einen gestrichenen Teelöffel voll, empfehlen
Ernährungsgesellschaften. Österreicherinnen und Österreicher
konsumieren laut Ernährungsbericht 2008 - im Durchschnitt - aber 8
bzw. 9 Gramm. Einen niedrigen Salzgehalt hatte im Test dagegen
Mozzarella. "Generell raten wir dazu, öfter mal Frisches zu essen -
Gemüse, Joghurt oder Frischkäse haben nur einen geringen Salzgehalt -
bzw. anders zu würzen: auch Petersilie, Pfeffer, Schnittlauch oder
Dill geben den Speisen Aroma", empfiehlt
VKI-Ernährungswissenschafterin Katrin Mittl.
Zwtl.: Etikett: Kochsalzgehalt = Natriumgehalt x 2,5
Wenn das meiste Salz "versteckt" in Lebensmitteln lauert, sollte
das Etikett über den Salzgehalt informieren. Doch erst ab 2016 muss
der Kochsalzgehalt verpflichtend angegeben werden. Derzeit müssen
Hersteller statt des Kochsalzgehaltes lediglich den Natriumgehalt
angeben. Diesen müssen Konsumenten aber erst mit 2,5 multiplizieren,
um auch den tatsächlichen Kochsalzgehalt zu erhalten.
Weitere Details zum Test gibt es auf www.konsument.at sowie im
Juli-KONSUMENT.
Rückfragehinweis:
Verein für Konsumenteninformation/Testmagazin "Konsument"
Mag. Andrea Morawetz, Öffentlichkeitsarbeit
Tel.: 01/588 77 - 256
mailto:amorawetz@vki.at
www.konsument.at
Digitale Pressemappe: http://www.ots.at/pressemappe/226/aom
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