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Hotel- und Gastgewerbe: Keine Hungerlöhne mehr!

FCG-Gajdosik: Mit Entlohnung unterhalb der Armutsgrenze muss Schluss sein, sonst droht Abwanderung der Mitarbeiter

Wien (FCW - 08.05.2012 12:33 Uhr)
"Österreich lebt zu einem guten Teil vom Hotel- und Gastgewerbe - aber die Hotel- und Gastgewerbe-Beschäftigten können zu einem guten Teil von ihren Löhnen und Gehältern nicht leben", kritisiert Alfred Gajdosik, Bundesvorsitzender der FCG vida und einer der beiden Verhandlungsführer der Gewerkschaften für den Kollektivvertrag Hotel/Gastgewerbe.

"Dabei boomt der Tourismus in Österreich, jede Woche lesen wir von neuen Rekordzahlen. Ob Minister, Wirtschaftskammer, Fremdenverkehrsverbände, Länder, Gemeinden - alle brüsten sich mit den Erfolgen und Leistungen von Hotellerie und Gastronomie. Wenn es aber um die Bezahlung geht, werden die Ohren angelegt - obwohl diese Erfolge und Leistungen zum Großteil das Verdienst der Mitarbeiter sind!", ruft Gajdosik in Erinnerung.
Zwtl.: Bezahlung unterhalb der Armutsgrenze blamabel
Der Mindestlohn bzw. das Mindestgehalt betragen derzeit nur 1.205 bzw. 1.208 Euro. "Brutto, wohlgemerkt!", betont Gajdsoik. "Damit werden unsere Kolleginnen und Kollegen mit einem Entgelt abgespeist, das unterhalb der Armutsgrenze von 1.031 Euro netto liegt!" Trotz dieses blamablen Zustandes und trotz dreier Verhandlungsrunden ist noch keine Annäherung gelungen. "Die logische Konsequenz sind Protestkundgebungen, so wie heute vor dem MAK in Wien, wo bei der HOTELBIZ rund 1.100 Teilnehmer von Seminar- und Tagungshotels, Hotelgruppen, Veranstaltungslocations und Tourismusverbände aus dem In- und Ausland teilnehmen", sagt Gajdosik.
Wer in der Branche auch in Zukunft erfolgreich bleiben möchte, müsse seine Mitarbeiter ordentlich bezahlen, wie es auch in anderen Branchen üblich sei, fordert der FCG-vida-Vorsitzende eine Untergrenze von 1.450 Euro. "Andernfalls werden viele Beschäftigte gar keine andere Wahl haben, als in andere Berufe abzuwandern - wo sie verdienen können, was sie verdient haben", warnt Gajdosik.
Rückfragehinweis: Alfred Gajdosik Tel.: (0664) 38 31 295 www.fcg-vida.at
Digitale Pressemappe: http://www.ots.at/pressemappe/3038/aom
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